So. 22.5.011

Einlass ab 17h,
Beginn: 17.30h

UT Connewitz
Wolfgang-Heinze-Str. 12a

Eintritt gegen Spende

Der Saal ist für Menschen im Rollstuhl problemlos erreichbar.
Klos sind sehr eng & leider nur über Stufen zu erreichen. Diese Veranstaltung will barrierefrei
					gestaltet werden! Melde dich unter rgl ätt stura punkt uni minus leipzig punkt deWünsche? Fragen? Tips? mehr HIER & unter 0341 9737852!

PARANOID:PARADISE:WARM:UP!!!

koop mit entzaubert queerfilmfest & ladyfest leipzig /// erster block KURZFILME

Entzaubert-Flyer Ladyfest-Flyer

CUT (CA, 2min20), Coco Riot

Ohne Worte: Coco hat eine Strumpfhose über dem Kopf und schneidet diese mit einer langer Schere ungeduldig auf...

Short video performance related to subjects of belonging and liberation. I like to explore how danger and beauty create powerful images that do not need further explanation. For me, this is a metaphore of our daily social and individual struggles against oppression. This video has been screened in festivals, galleries, art events around Europe and North America. It was filmed during summer 2006 on the roof of my hometown house in southern Spain, and yes, it is me with my childhood matress behind :) This video may be a little bit intense for some people when screened on big screen.

REACT BEFORE IT'S TOO LATE (Srb 2007, 14 min), Sascha Fülscher, Serbisch mit englischen Untertiteln

Dokumentation über eine Kampagne, um die Misshandlung von Frauen und Kindern öffentlich zu machen – dies geschieht auf öffentlichen Plätzen in Form von Theater, in dem Szenen nachgespielt werden. Der Film wurde auf Strassen und Plätzen serbischer Städte gedreht, und zeigt die Reaktionen der Öffentlichkeit, sowie der Polizei.

Documenary about a campaign to bring abuse of women and children out into the open by re-enacting it in the form of theatre in public places. The film was shot on location in the streets and squares in the Serbian towns the activists toured and shows the reactions of members of the public and the police.

LADYFILMINE (I 2010, 30 min), Giulia Vallicelli, Italienisch mit englischen Untertiteln

Eine filmische Momentaufnahme des italienischen queerfeministischen Aktivismus anhand des Ladyfest in Rom: Vier Tage voller independent Musik, Politik und Kunst, die die Stadt in ein grelles Pink tauchten.

An instant movie about Italian queer feminist activism, though the Ladyfest experience in Rome: four days of independent music, politics and arts, that painted the city hot pink.

So. 22.5.2011

BLOCK 2 ab 18.45h

UT Connewitz
Wolfgang-Heinze-Str. 12a

Eintritt gegen Spende

/// zweiter block DOKUS

BANDITE (I 2009, 52 min), Allessia Proietti & Giuditta Pellegrini, Italienisch mit deutschen Untertiteln

Der Dokumentarfilm untersucht die Erfahrungen italienischer Frauen, die zwischen 1943 und 1945 gegen den Faschismus kämpften. "Bandite" zeigt, dass Frauen – entgegen der offiziellen Geschichtsschreibung – eine zentrale Rolle im Widerstand spielten. Partisaninnen erklären in Interviews, warum sie zu den Waffen griffen und wie sie den Kampf um die Befreiung erlebten.

DIE KATZE WÄRE EHER EIN VOGEL (D 2007, 55 min), Melanie Jilg

Vier intersexuelle Menschen erzählen von ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen. Was bedeutet die Infragestellung des Geschlechts, einer der wichtigsten Identitätsgrundlagen in unserer Kultur; sie erzählen von Fremdheit im eigenen Körper und Fremdheit in der Gesellschaft, die damit einhergehende Tabuisierung und zwanghafte Anpassung an die heterosexuelle Norm durch schwerwiegende Eingriffe in die (körperliche) Integrität eines Menschen; keine Möglichkeit sich auszudrücken, weil man schnell an Sprach- und Wissensbarrieren stößt und gleichzeitig die Sehnsucht nach Wahrnehmung und Anerkennung. Doch wo liegt das eigentliche Problem? Dieses dokumentarische Experiment will keinen Versuch machen, das medizinisch-biologische –Phänomen– Intersex zu erklären. Mediziner/Innen werden in diesem Film nicht zu Wort kommen; ebenso wenig werden Bilder von –uneindeutigen– Genitalien zu sehen sein. Es geht darum, das Thema Intersex von einer anderen Seite zu betrachten, nicht von der Seite der Medizin, die noch immer die Macht der Kategorisierung innehat, von der alle Begrifflichkeiten pathologisierend geprägt sind und die die intersexuellen Geschlechtsvariationen zum Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen macht.

So. 22.5.011

BLOCK 3 ab 21h

UT Connewitz
Wolfgang-Heinze-Str. 12a

Eintritt gegen Spende

/// dritter block SPIELFILM

MAGGOTS & MEN (USA 2009, 55 min), Cary Cronenwett, Russisch und Englisch mit Englisch/Deutschen Untertiteln

Maggots and Men ist experimentell-historisches Erzählkino: Ein mythologisiertes postrevolutionäres Russland, in dem die Geschichte des Kronstadt-Aufstands von 1921 umvisualisiert und verqueert wird. Basierend auf erfundenen Briefen des Stephan Petrichenko (Leiter des Provisorischen Revolutionskommites) wird das Publikum von der Agit-Prop-Theatergruppe Blue Blouse durch die Geschichte geleitet. Der Film spielt im männlichen Umfeld eines russischen Marinestützpunkts, durch die Besetzung durch hauptsächlich weiblich geborenen Schauspielern in einer Bandbreite maskuliner Ausdrucksformen, fordert er das Zwei-Geschlechter-Konstrukt heraus und schafft so absichtlich Verwirrung.

Maggots and Men is an experimental historical narrative set in mythologized, post-revolutionary Russia that re-images/queer the story of the 1921 uprising of the Kronstadt sailors with a twist of gender anarchy. Agit-prop theater group Blue Blouse guides us through the story, which is narrated by fictionalized letters written by Stephan Petrichenko, the leader of the Provisional Revolutionary committee. The film is set in the all-male environment of a Russian naval base, but cast with predominantly female-born actors from a range of masculine gender expressions, resulting in a film that redefines male, challenges the binary gender construct and intentionally creates confusion.

Fr. 3.6.011

Uhrzeit: 21.30h

Ort: Radweg Gießerstr., Ohren & Augen offen halten!

mitbringen:
Sitzkissen, Decke

Film: Eintritt frei

Diese Veranstaltung will barrierefrei
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PARANOID:AUFTAKT

HEDWIG & THE ANGRY INCH

John Cameron Mitchell, USA 2001, 87 min, Englisch, Musical

/// anschließend party!

Wer die “Rocky Horror Picture Show” mochte, wird "Hedwig" lieben. Das Spiel mit Geschlechterrollen und die mitreißende Musik in einem bunten Surrounding sind Gemeinsamkeiten. Dennoch ist "Hedwig and the Angry Inch" in einer anderen Lebenswelt verankert. Der Film von John Cameron Mitchell ("Shortbus" 2006) erzählt die Lebensgeschichte von Hedwig, als Hansel in Ostberlin geboren und auf Liebesumwegen in die USA emigriert. Dort wird sie zur Muse, Bandleaderin, zum YingYang-Subjekt, das sich mit den großen Themen des Films und überhaupt - innere und äußere Akzeptanz, Liebe sowie Verrat - konfrontiert sieht. Dies beruht nicht zuletzt auf einem kleinen Detail – or as it would be called: “The Angry Inch”. (paranoid:paradise, 011)

Do. 9.6.011

Uhrzeit: 22h

Ort: Lene Voigt Park: HIER ENTLANG!

mitbringen:
Sitzkissen, Decke

Eintritt frei

Infos zu Barrieren:
Anfahrt mit der LVB (Straßenbahnen 12 & 15): bis Haltestelle Gutenbergplatz, dann ca. 500m über Prager Straße und Gerichtsweg in den Lene Voigt Park. Autoparkplätze: Reichpietschstraße oder Eilenburger Straße. Abholung von Haltestelle oder Parkplatz möglich, bitte ein paar Tage vorher melden unter Kontakt-Email. Das Screening findet auf der Wiese statt, Assistenz ist vor Ort! Achtung: es gibt keine rollstuhlgerechten Toiletten! Diese Veranstaltung will barrierefrei
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EAST/WEST – SEX & POLITICS

Jochen Hicks, D 2008, 97 min, Russisch/Englisch mit deutschen oder englischen Untertiteln (je nach Bedarf), Doku

Jochen Hicks' ("Ich kenn keinen - Allein unter Heteros" 2003, "Am Ende des Regenbogens" 2005) Doku ist eine Bestandsaufnahme von offen und verdeckt lebenden Homosexuellen und LGBT-Aktivist_innen der russischen Hauptstadt in den Jahren 2006 und 2007. In Putins halbdiktatorischer Demokratie müssen Homosexuelle nach wie vor für ihre Rechte auf eine anerkannte Lebensweise kämpfen. In einer Gesellschaft, in der gleichgeschlechtliche Lebensweisen immer noch als Krankheit und nicht als freies, persönliches Recht angesehen werden, suchen sich die Menschen ihre Nische, meist zurückgezogen im Privaten. Angst macht es der Community schwer, in die Öffentlichkeit zu gehen, sich zu finden und eine gemeinsame Basis zu schaffen. Diese Angst ist nicht zuletzt ein Produkt der Minderheitenpolitik der damaligen Regierung, die, im Verbund mit fundamentalen Christlich-Orthodoxen und Rechtsradikalen, gegen die Teilnehmer_innen der Moskauer “Pride Parade” mit Gewalt vorgeht. Der Ruf nach “Freiheit” wird mit Verhaftung, Verhöhnung und anderen Repressalien belohnt. (paranoid:paradise, 011)

Do. 16.6.011

Uhrzeit: 22h

Ort: Bäckerei, Josephstr. 12, Plagwitz

Eintritt frei

Infos zu Barrieren:
Eingang & Toiletten sind für Menschen im Rollstuhl nur schwer zu erreichen! Assistenz ist vor Ort! Diese Veranstaltung will barrierefrei
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TOO MUCH PUSSY! FEMINIST SLUTS IN THE QUEER X SHOW

Émilie Jouvet & Wendy Delorme, FR/D 2010, 97 min, en/fr/d mit englischen/deutschen Untertiteln, Doku, P18

Sie sind Aktivistinnen, Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Musikerinnen, Sexarbeiterinnen, Pornostars. Sie leben in Europa und den USA. Sie sind bisexuell, lesbisch, queer und haben unterschiedliche sexuelle (Des)Orientierungen und Genderkonzepte: sieben junge Frauen unternehmen eine chaotische Sex-Performance-Kunst-Tour im Sommer 2009 und landen in den wildesten Clubs von Paris, Berlin und Stockholm. „Too Much Pussy! Feminist Sluts In The Queer X Show“ begleitet die Reise und dokumentiert ihre Erfahrungen, geprägt vom Wechselspiel der Bühne und Touralltag, eine kurze Zeit im Spannungsfeld zwischen Pornographie, Kunst und Politik, Auftritt und Wirklichkeit. Die Kamera ist immer dabei. Backstage, Bühnenshows und intimeste Momente verschmilzen zu einer Tour de Force der Lust, Spannung und quicklebendiger Energie, unterlegt mit einem facettenreichen Soundtrack mit Stücken von Alone&Me, Chose Chaton, Electrosexual, Flaming Pussy, Khan, Le Tigre, Mz Sunday Luv, Näd Mika, Noblesse Oblige, Sabrina Chap, Scream Club… Ein sex-positives, feministisches Manifest! (GMfilms, 010)

They are activists, artists, writers, musicians, sex workers and pornstars. They live in Europe and the US. They are bisexual, lesbian, queer and they all have a different sexual orientation and concepts of gender: In the summer of 2009 seven young women go on a chaotic Sex-Performance-Art-Tour and find themselves in the craziest clubs of Paris, Berlin and Stockholm. “Too Much Pussy! Feminist Sluts In The Queer X Show“ follows their journey and documents their experiences, influenced by the interplay of being on stage and touring. It’s a short time in a field of tension between pornography, arts and politics, performance and reality. The cameras are always rolling. The backstage, stage shows and the most intimate moments merge into a tour de force of lust, excitement and sprightly energy, accompanied by a multifaceted sound track with music by Alone&Me, Chose Chaton, Electrosexual, Flaming Pussy, Khan, Le Tigre, Mz Sunday Luv, Näd Mika, Noblesse Oblige, Sabrina Chap, Scream Club etc... A sexually-positive, feministic manifesto.

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Do. 23.6.011

Uhrzeit: 22h

Ort:
Innenhof Uni, Universitätstr. 1

mitbringen:
dicken Pulli!

Couchen sind vor Ort, müssen also nicht mitgebracht werden!

Eintritt frei

Infos zu Barrieren:
Anfahrt mit der LVB (diverse Linien) bis Haltestelle Ausgustusplatz, Zufahrt für Rollstuhlfahrer- _innen über die Rampe in der Universitätsstraße. Rollstuhlgerechte Toiletten & Assistenz vor Ort! Diese Veranstaltung will barrierefrei
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FEMALE TROUBLE

John Waters, USA 1974, 89 min, Englisch, Trash/Crime/Camp

TRASH! TRASH! TRASH! Es glitzert im Weihnachtsgeschenk der blutjungen Dawn Davenport (gespielt von der fabulös-fabelhaften Divine) – alles ist dabei, nur keine Cha-Cha-Heels! Grausame Eltern, wie können sie nur! Kein Wunder, dass sie kurzerhand ausreißt, auf dem Parkplatz von einem Mann mit mehr als einem Bremsstreifen (ebenfalls Divine) gegen ihren Willen geschwängert wird, durch Beauty-Salons vagabundiert, ihr Kind (v)erzieht und sich nebenbei zum größten Performance-Star aller Zeiten hochmalocht. Berauschendes Machwerk des Anarcho-Kultregisseurs John Waters ("Pink Flamingos" 1972, "Hairspray" 1988, "A dirty Shame" 2004), der, getreu dem Motto: "Wer berühmt sein will, muss leiden!" seinem und unserem Lieblingsstar Divine zwar diesmal keine Hundescheiße serviert, dafür aber mit Säure übergießt. Beantwortet wird im fiesen Showdown die programmatische Frage: “Who wants to die for art?!” - diesmal definitiv und endgültig. Prädikat: ganz besonders wertvoll und garantiert politisch inkorrekt. Versprochen! (paranoid:paradise, 011)

TRASH! TRASH! TRASH! Very young Dawn Davenport (played by the fabulicious Divine) adores her glitzy and flashy Christmas present. She has everything she wants - except the Cha-Cha heels! Those cruel parents! How could they possibly do that? It's no wonder that she spontaneously runs away from home and gets pregnant against her will in a car park by a stranger with a skid mark in his underpants (also Divine), vagabonds through beauty parlours, spoils her child and incidentally works her way up to becoming the greatest performance celebrity of all times. An intoxicating work of anarchistic cult director John Waters ("Pink Flamingos" 1972, "Hairspray" 1988, "A dirty Shame" 2004), who stays true to his motto "if you wanna be famous, you gotta suffer" and this time, he doesn't make our favourite star eat dog shit but instead pours acid all over her. The question "Who wants to die for art?!" will be answered at the evil showdown, and this time, it is meant as something definite and final. Rated particularly worthwhile. Political incorrectness guaranteed.

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Do. 30.6.011

Uhrzeit: 22h

Ort: Josephine in der Bäckerei, Josephstraße 12

Wir wollen Paranoid Paradise dokumentieren & haben dazu meist eine Video- oder Fotokamera vor Ort. Du hast keinen Bock, abgelichtet zu werden? Sag uns einfach bescheid!

Eintritt frei

Infos zu Barrieren: Eingang & Toiletten sind für Menschen im Rollstuhl nur schwer zu erreichen! Assistenz ist vor Ort! Diese Veranstaltung will barrierefrei
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EL ÚLTIMO VERANO DE LA BOYITA

Julia Solomonoff, ARG 2009, 93 min, Spanisch mit englischen Untertiteln, Drama

Sommerferien — eine kleine Farm mitten im weitläufigen Hinterland Argentiniens. Es begegnen sich drei Menschen: Jorgelina, die im Streit mit ihrer Schwester, die nur noch Augen für Jungs hat und sie seitdem ignoriert, auseinander ging. Ihr Vater, der zu wenig Zeit mit der Familie verbringt und nun auch noch auf's Land gezogen ist. Und dann ist da noch Mario, der zwischen Pferderennen und dem Trubel auf der Farm, mit verstörenden Vorgängen in seinem Körper beschäftigt ist. In der Begegung der drei ensteht ein poetischer Film mit hinreißenden Bildern. Vergesst für eine Zeit den Trubel der Stadt und lasst euch mit auf's Land nehmen. (paranoid:paradise, 011)

Summer holidays- a small farm in the middle of the vast outback of Argentina. It's an encounter of three people: Jorgelina, who quarrelled with her sister, who went her own way and who still only has eyes for boys and has since ignored her. Her father, who spends too little time with his family and who has now even moved to the countryside. And not to forget Mario who, in between horse races and the hustle and bustle of the farm, is preoccupied with disturbing processes in his body. A poetic film emerges from the moving images captured during the encounter of the three characters, which makes you forget the hurly-burly of the city for a while and takes you off to the countryside.

Das paranoid:paradise-Team möchte an dieser Stelle seine Solidarität mit den Forderungen nationaler und internationaler Intersex-Verbände und -Aktivist_innen und seine reflektierte und ambitionierte Position bekunden. „Intersex“ wird von uns in diesem Kontext ganz klar NICHT innerhalb von (selbstgewählten) queeren Identitäts- und Lebensentwürfen angesiedelt. Es soll nicht als Abstraktum, Metapher, Mystifizierung oder Idealvorstellung einer Irritation der gesellschaftlichen Zweigeschlechterordnung instrumentalisiert werden, denn die individuelle Lebensrealität intergeschlechtlicher Menschen ist vielmals von erniedrigenden und schmerzlichen, körperlich- materiellen Erfahrungen geprägt und sollte daher nicht in einer (queeren) Homogenität untergehen/vergessen werden. Intersexualität ist vor allem ein medizinisches und gesellschaftliches "Problem" und uneindeutige Genitalien ein ästhetisches "Tabu". Auch wir fordern: "Schluss mit genitalen Zwangsoperationen!" und rufen alle Interessierten auf, sich z.B. bei folgenden Organisationen über die gegenwärtige Behandlungspraxis an intersexuellen Menschen und deren Konsequenzen kritisch zu informieren:
dgti - Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.
GFN_GenderFreeNation
IVIM - Internationale Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen
Intersexuelle Menschen e.V.
Zwischengeschlecht.org

The crew of the "paranoid:paradise" festival would hereby like to express their considerate and ambitious standpoint as well as their solidaritary to the demand of national and international intersex associations and activists. In this context (Being) "intersex(ual)" is not placed in the field of (self-chosen) queer identity and way of life. It's not meant to be instrumented as an abstract, mystification or idealisation of an irritation of the societal binary gender system. The individual reality of the life of intersexual people is far more strongly characterised as degrading, hurtful, and bodily-materialistic experiences and therefore should not disappear in queer homogeneity. First and foremost, intersexuality is a medical and societal "problem" and ambiguous genitalia are an aesthetic "taboo". We demand: " Stop forced genital operations!" and call for all those who are interested in critically informing themselves about the current treatment of intersexual people, and the consequences of said treatment, to do so via the following organisations:
dgti - Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.
GFN_GenderFreeNation
IVIM - Internationale Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen
Intersexuelle Menschen e.V.
Zwischengeschlecht.org

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Do. 7.7.011

Uhrzeit: 22h

Ort: Start an der Deutschen Nationalbibliothek, Deutscher Platz 1, danach geht's weiter auf die Alte Messe
/// bei Regen: in Messehalle 15

mitbringen:
boots that are made for walking, dicken Pulli!

Wir wollen Paranoid Paradise dokumentieren & haben dazu meist eine Video- oder Fotokamera vor Ort. Du hast keinen Bock, abgelichtet zu werden? Sag uns einfach bescheid!

Eintritt frei

Infos zu Barrieren: diese Veranstaltung ist leider nicht barrierefrei. Diese Veranstaltung will barrierefrei
			gestaltet werden! Melde dich unter rgl ätt stura punkt uni minus leipzig punkt deWünsche? Fragen? Tips? mehr HIER & unter 0341 9737852!

KURZFILMCRUISING: BILDWECHSEL meets PARANOID:PARADISE meets MAUERSTREIFEN

diverse Kurzfilme an Wänden der DNB & des Alten Messegeländes

Die Zuschauer_innen sitzen nicht – wie gewohnt – im bequemen Kinosessel, sondern werden an der frischen Luft selbst aktiv. Sie laufen mit den Filmen durch die Stadt, gleiten von Wand zu Wand und werden an jeder Mauer mit einem queeren Kurzfilm belohnt. In dieser einzigartigen Athmosphäre ergeben sich neue Sehweisen eines Kurzfilms. Einflüsse von außen ergänzen sich mit buntem Mauerflimmern aus unserem liebsten hanseatischen Celluloid- und MiniDV-Archiv. Zusammen mit dem Hamburger Bildwechsel e.V. werden die paranoiden Paradies-Mauerstreifen durch das südöstliche Leipzig ziehen und einen inhaltlich bunten Filmabend auf Messe-& Wissenarchitektur gestalten. Reclaim your streets!

This time the viewers are not sitting in comfy cinema chairs -as usual- but will themselves get active under the open air. Taking the films with them through town, they will move from one wall to the next and are then rewarded with a queer short film. New perspectives on short films can emerge in a unique atmosphere: Influences from the surrounding and colourful flickering images on walls from our favourite Hanseatic celluloid and MiniDV archive are complementing each other. In cooperation with Bildwechsel e.V. from Hamburg the paranoid:paradise wall flicks will wander through the south-eastern part of Leipzig and create a diverse screening night with on green and fair trade grounds. Reclaim your streets!

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Fr. 8.7.011

Uhrzeit: 19h

Eintritt zum Film frei!

Ort: Alte Damenhandschuhfabrik, Klingenstraße 20

Infos zu Barrieren: Zugang für Rollstuhlfahrer_innen gegeben, aber leider keine rollstuhlgerechten Toiletten vor Ort. Diese Veranstaltung will barrierefrei
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/// GASTSPIEL: PARANOID zeigt "Pink Flamingos" von John Waters (USA 1972) @ LUMIÈRE BLEUE - PARTY FOR QUEERS & FREAKS

John Waters, USA 1972, 93 min, Englisch /// Film: ab 19h, Party: ab 21h!

Flyer Lumiere Bleue

Sa. 9.7.011

Uhrzeit: 22h

Ort: Westwerk, Zugang Tor B, Karl Heine Str. 93: HIER ENTLANG!

mitbringen:
Sitzkissen, Decke, dicken Pulli!

Wir wollen Paranoid Paradise dokumentieren & haben dazu meist eine Video- oder Fotokamera vor Ort. Du hast keinen Bock, abgelichtet zu werden? Sag uns einfach bescheid!

Eintritt frei

Infos zu Barrieren: barrierefreier Zugang, rollstuhlgerechte Toilette vor Ort! Diese Veranstaltung will barrierefrei
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WORKING ON IT

Karin Michalski & Sabina Baumann, D/CH 2008, 50min, deutsch mit englischen Untertiteln, Doku

/// im rahmen des paranoid:paradise:symposiums

„I didn’t come out of the closet to live in a box.“ Dem binären, nach männlich-weiblich-Matrix sortierten Einbauschrank entkommen und dann schon wieder rein in eine Box? Wie sieht diese Kiste aus und kann mensch ihr wirklich entkommen? In bunt gemixten Interviewcollagen von 15 Aktivist_innen, Theoretiker_innen, Künstler_innen und Musiker_innen wird Fragen rund um Idenität, Geschlecht und Sexualität nachgegangen. Was sind öffentliche Bilder von Weiß-Sein? Wie funktioniert Abwertung sexueller Identität am Arbeitsplatz? Und gibt es eine eine Sprache, die der Vielfalt möglicher Geschlechter gerecht werden kann? Fernab von Identitätskonstrukten von der Stange wurden die Aufnahmen der Gespräche Teil eines Kunst-, Performance- und Begegnungraumes in einem leeren Supermarkt. Das mit wilden queer-electronic-Beats von z.B. “Scream Club” und “Lesbians on Ecstasy” unterlegte Dokumentarstück ist selbst ein kleines Kunstwerk und macht Lust, die Welt außerhalb der konformen Lebens-Box (künstlerisch) zu entdecken. (paranoid:paradise, 011)

„I didn’t come out of the closet to live in a box.“ Escaping the closet that’s arranged in a male-female-pattern just to be put into another box? 15 activists, theorists and musicians discuss the issue of identity, gender and sexuality in colourfully mixed interview collages. What is the public image of being white? How does the devaluation of sexual identity function in the workplace? And is there a kind of language that can fulfil the need to express the diversity of all poetical genders? Far removed from ready-made identity, footage of conversations became part of an art, performance, and interactive field in a vacant supermarket. The documentary is accompanied by wild queer electronic beats from “Scream Club” und “Lesbians on Ecstasy” amongst others and is a little piece of art that enthuses one to discover the world outside of the conformal box called life in an artistic way.

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Fr. 15.7.011

Uhrzeit: 22h

Ort: Villa Hasenholz: HIER ENTLANG!

mitbringen:
Campingartikel aller Art!

Eintritt zum Film frei.

Wir wollen Paranoid Paradise dokumentieren & haben dazu meist eine Video- oder Fotokamera vor Ort. Du hast keinen Bock, abgelichtet zu werden? Sag uns einfach bescheid!

Infos zu Barrieren: Anreise mit Begleitung problemlos möglich, das Gartengelände ist barrierefrei befahrbar, rollstuhlgerechte Toilette ist vor Ort. Zugang zur Villa (im Falle von Regen und bei der Filmveranstaltung am Samstag) nur über zwei Stufen. Diese Veranstaltung will barrierefrei
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WHO TOOK THE BOMP? LE TIGRE ON TOUR

Kerthy Fix, USA 2010, englisch, Doku

/// im rahmen des paranoid:paradise:abtakt:campings mit workshops, bands, djs, vokü & much more!

One! Two! Three! Four! You got what you been asking for. Le Tigre – live, verdammt laut und noch immer radikal tanzbar. Die klaffende Leerstelle, hinterlassen von der Stille nach dem letzten Album This Island, möchte gefüllt werden. Kerthy Fix Dokumentation über Le Tigres letzter Tour von 2004 lebt und atmet mit jeder einzelen Melodie, jedem Beat, der sich unweigerlich in alle Gehirnwindungen frisst. Eine Verneigung vor dem Widerstand, ein fulminantes Zerschmettern des popkulturellen Normalvollzugs und die Möglichkeit der ganzen sexistischen und homophoben Kackscheiße lauthals ins Gesicht zu schreien – all das. Und gute Musik. Tanzt mit uns durch die Nacht, wenn es heißt: Who took the Bomb?

One! Two! Three! Four! You got what you been asking for. Le Tigre – live, darned loud and yet radically danceable. The gaping space that was left by the silence after their last album "This Island" needs to be filled. Kerthy Fix's documentary on Le Tigre's tour in 2004 lives and breathes with every single melody and each beat that eats inevitably into our brains. This is a curtsey to the resistance, a brilliant smash of pop-cultural usualness and the opportunity to scream loudly in the face of all the sexist and homophobic crap. And there's good music, too. Dance through the night with us when it's time for: "Who took the bomp?"

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Sa. 16.7.011

Uhrzeit: 20h

Ort: Villa Hasenholz: HIER ENTLANG!

mitbringen:
Campingartikel aller Art!

Eintritt zum Film frei.

Wir wollen Paranoid Paradise dokumentieren & haben dazu meist eine Video- oder Fotokamera vor Ort. Du hast keinen Bock, abgelichtet zu werden? Sag uns einfach bescheid!

Infos zu Barrieren: Anreise mit Begleitung problemlos möglich, das Gartengelände ist barrierefrei befahrbar, rollstuhlgerechte Toilette ist vor Ort. Zugang zur Villa (im Falle von Regen und bei der Filmveranstaltung am Samstag) nur über zwei Stufen. Diese Veranstaltung will barrierefrei
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BETWEEN THE LINES - INDIENS DRITTES GESCHLECHT

Thomas Wartmann, DE & IN 2006, englisch & hindi mit deutschen Untertiteln, Doku

/// im rahmen des paranoid:paradise:abtakt:campings mit workshops, bands, djs, vokü & much more!

Die eigene Identität in der traditionell binär geschlechtlich geprägten indischen Gesellschaft einzufordern, bedeutet meist, sich zwischen Exklusion und Inklusion zu bewegen. Obwohl das indische Kastenwesen als System gesellschaftlicher Strukturierung kritisiert und als offiziell abgeschafft gilt, so spiegeln doch auch die Lebensweisen der Hijara dieses System wieder. Sozial ausgeschlossen und diskriminiert leben Hijras in häufig hierarchisch und religiös organisierten gemeinschaftlichen Schutzräumen. Ihr als ambivalent wahrgenommenes Auftreten löst jedoch auch eine starke Anziehung und Neugierde aus. Hijras werden spirituelle und mystische Fähigkeiten zugestanden, da sie aufgrund der ihnen zugeschriebenen Unfruchtbarkeit, Segen und Fruchtbarkeit bringen sollen. Durch ihre marginalisierte Stellung innerhalb der Gesellschaft besetzen Hijras oftmals Nischen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Auf der einen Seite sind diese sozial akzeptiert, wie beispielsweise Segnungen, auf der anderen Seite zwingt es sie jedoch auch in präkere Lebenslagen und Prostitution. Eine beeindruckende Darstellung zwischen Selbst und -Fremdwahnehmung, eine Dokumentation zwischen Akzeptanz und Ausschluss einer marginalisierten und stigmatisierten Minderheit. (paranoid:paradise, 011)

Classifying one's own identity within the traditional binary-sexually shaped Indian society mostly means moving between exclusion and inclusion. Even though the caste system as a system of societal structuralisation is criticised and is deemed to be officially abolished, so reflects the lifestyle of the Hijras the core/essence of this system. Excluded from society, the Hijras live in mostly hierarchically and religiously organised joint/ shared shelters. They also create both attraction and curiosity through their ambivalently perceived appearance, by which these Hijras are credited for having spiritual and mystical powers, since they are said to bring blessing and fertility due to the infertility attributed to them. Hijras often occupy niches within society because of their marginalised position in order to make a living. On one hand, these are accepted as, for instance, blessings (of people/things). On the other hand this forces them to into precarious circumstances and prostitution. An impressive depiction located between self perception and perception by others, a documentary in between acceptance of a marginalised and stigmatised minority.

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